Eigenständige Jugendpolitik als gesellschaftliche Zukunftspolitik begreift die Jugend als ernstzunehmenden Partner – insbesondere für alle Zukunftsthemen. Zuletzt haben die Ergebnisse des „Nationalen Aktionsplans für ein kindgerechtes Deutschland 2005-2010“ gezeigt, dass Jugendliche wesentliche Inhalte zu gesellschaftspolitischen Themen und Entwicklungen beizusteuern haben und ihre Perspektiven nicht durch Ansichten Erwachsener ersetzt werden können. Junge Menschen wollen sich beteiligen und mitentscheiden, wie sie ihren Alltag verbringen, wie ihre Umgebung gestaltet wird und was ihre Zukunft beeinflussen kann. Kernanforderung an jegliche politische Akteure, die sich mit jugendrelevanten Themen beschäftigen, muss somit der ernst genommene Einbezug der Sichtweisen, Interessen und Anliegen von Jugendlichen sein.

In diesem Sinne ist das Thema Jugendbeteiligung in Form des Anwendungsfeldes „Beteiligungschancen und -anlässe im politischen und öffentlichen Raum“ als zentrales Element der Eigenständigen Jugendpolitik aufgegriffen worden.

Aktivitäten des Zentrums Eigenständige Jugendpolitik im Anwendungsfeld

Am 22. Februar 2012 fand das erste Fachforum zum Anwendungsfeld statt. Im Mittelpunkt der Tagung standen die Voraussetzungen für eine nachhaltige und gelingende Beteiligung von Jugendlichen vor Ort. Die Ergebnisse des Fachforums finden Sie hier.

Das Fachforum „LOKALE ,ALLIANZEN FÜR JUGEND‘ – MITDENKEN, MITLENKEN! Zur Weiterentwicklung von Jugendhilfeplanung, Jugendhilfeausschüssen und Jugendberichterstattung für eine Eigenständige Jugendpolitik" fand in Kooperation mit dem Bundesjugendkuratorium und den Kommunalen Spitzenverbänden am 5. Dezember 2012 in Potsdam statt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine Expertengruppe des Zentrums hat Empfehlungen erarbeitet. Mit den Empfehlungen „Zur Förderung demokratischer Partizipation junger Menschen“ werden Voraussetzungen für eine nachhaltige und gelingende Beteiligung von Jugendlichen an kommunaler Öffentlichkeit, durch digitale Medien, in Institutionen und an demokratischen Entscheidungen benannt. Zudem werden auch die Handlungsbedarfe zur Förderung demokratischer Partizipation von Jugendlichen durch Länder, Bund und EU in den Blick genommen. Darüber hinaus macht die Expertinnen- und Expertengruppe konkrete Vorschläge zur Änderung des SGB VIII im Hinblick auf die Stärkung der demokratischen Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Die Empfehlungen finden Sie hier.

Ivo Züchner, Thomas Coelen und Anna Lena Wagener haben im Auftrag des Zentrums Eigenständige Jugendpolitik eine Expertise zum Thema "Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Ganztagsschulen" verfasst. Die Expertise gibt Antworten auf die Fragen, wie sich Mitbestimmung in der Ganztagsschule äußert und ob die Ganztagsform andere und neue Varianten der Partizipation von Schülerinnen und Schülern einbringt, als es bislang in der unterrichtszentrierten Schule gab.

Am 5. Dezember 2013 fand das dritte Fachforum zum Anwendungsfeld mit dem Schwerpunktthema BETEILIGUNG MACHT DEMOKRATIE: Partizipation junger Menschen im politischen und öffentlichen Raum statt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Liane Pluto, Eric van Santen und Mike Seckinger haben in Auftrag des Zentrums Eigenständige Jugendpolitik eine Expertise zum Thema „Lebenslagen Jugendlicher als Ausgangspunkt kommunaler Politikgestaltung“ verfasst. Die Expertise hat das Ziel, Anregungen über beteiligungsorientierte Möglichkeiten der empirischen Beschreibung von Lebenslagen Jugendlicher auf kommunaler Ebene zu geben, um so die Grundlage kommunaler jugendpolitischer Entscheidungen zu verbessern.

Link zu www.jugendgerecht.de

×