Um mehr Möglichkeiten und Chancengerechtigkeit für junge Menschen zu erreichen und um ihr gesellschaftliches Engagement, ihre soziale Eingliederung und Solidarität zu fördern, muss Bildung besonders in den Blick genommen werden. Vor dem Hintergrund der Veränderungen der Lebensphase Jugend und den damit einhergehenden neuen Herausforderungen für Jugendliche bilden Schule und außerschulische Lern- und Bildungsorte ein zentrales Anwendungsfeld für die Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik.

Schule ist ein Ort, an dem Jugendliche einen großen Teil ihres Alltags verbringen. Hier erlangen sie Wissen, sammeln Lebenserfahrungen, erproben eigenständiges Lernen, finden Orientierung und Begleitung. In außerschulischen Angeboten erwerben junge Menschen insbesondere soziale und kulturelle Kompetenzen, die von zunehmender Bedeutung für ihre Chancen und Perspektiven sind.

Im Dialogprozess zur Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik wurden drei Themenkomplexe besonders intensiv diskutiert: die Wertschätzung außerschulischer Bildung und die Anerkennung außerschulisch erworbener Kompetenzen, die Schule als ein Lern- und Lebensort und das Wohlbefinden von Jugendlichen in allen Lern- und Bildungsorten.

Aktivitäten des Zentrums Eigenständige Jugendpolitik im Anwendungsfeld

Am 13. Dezember 2011 fand das erste Fachforum zum Anwendungsfeld mit dem Schwerpunktthema „Anerkennung non-formaler Bildung“ statt. Informationen zum Programm, die Ergebnissicherung und die Resultate der Jugendkonsultation finden Sie hier.

Am 25. September 2012 fand das zweite Fachforum zum Anwendungsfeld mit dem Schwerpunktthema „Schule als Lern- und Lebensort“ statt. Informationen zum Programm, die Ergebnissicherung und die Resultate der Jugendkonsultation finden Sie hier.

Eine Expertengruppe des Zentrums hat Empfehlungen erarbeitet. Im Fokus der Empfehlungen „Das Wohlbefinden Jugendlicher in Schule und außerschulischen Lern- und Bildungsorten“ steht die Frage, wie sich das Zusammenspiel von schulischen und außerschulischen Lern- und Bildungsorten am Wohlbefinden von Jugendlichen orientieren kann. Dabei geht es um subjektive Zuversicht und sichere Zukunftsperspektiven, um Erfahrungen, die Selbstwirksamkeit ermöglichen, um die Qualität von Beziehungen, um freie Räume und frei verfügbare Zeit, um Wahlmöglichkeiten und Entscheidungsfähigkeit sowie um faire Zugänge zu Lern- und Bildungsorten. Die Empfehlungen finden Sie hier.

Im Auftrag des Zentrums Eigenständige Jugendpolitik haben Bettina Arnoldt, Peter Furthmüller und Christine Steiner eine Expertise zum Thema „Ganztagsangebote für Jugendliche” vorgelegt. Die Expertise beleuchtet den Stellenwert von Ganztagsangeboten für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse.

Am 8. Oktober 2013 fand das dritte Fachforum zum Anwendungsfeld mit dem Schwerpunktthema „Zusammenspiel von Schule und außerschulischen Lern- und Bildungsorten” statt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Link zu www.jugendgerecht.de

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