Trotz der Vielfalt jugendlicher Lebenswelten stehen alle Jugendlichen vor der Herausforderung, vergleichbare Entwicklungsaufgaben (zum Beispiel Ablösung vom Elternhaus, Entwicklung eines eigenen Werte- und Normensystems) und strukturelle Übergänge (unter anderem Schulwechsel, Ausbildungseinstieg) zu meistern. Eine erfolgreiche Bewältigung dieser Übergänge ist ein wesentlicher Faktor für ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben. Gerade deshalb sind die Gestaltung der Übergänge, die Begleitung und die Unterstützung der Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden von hoher Bedeutung.

Die zentralen Fragestellungen im Hinblick auf eine gelingende Übergangsgestaltung beziehen sich auf institutionelle und entwicklungsbezogene Übergänge im Jugendalter sowie auf deren Wechselwirkungen. Darüber hinaus muss geklärt werden, bei welchen Weichenstellungen welche Akteure – gegebenenfalls auch in Kooperation – die beste Unterstützung bieten können. Im Hinblick auf Interessensfindung, Kompetenzerwerb, Berufsorientierung und weiter führenden Statuspassagen bieten nicht nur Familien, sondern auch Schule, Peers, außerschulische Angebote und Wirtschaft auf unterschiedliche Weise Orientierung und Hilfe.

Aktivitäten des Zentrums Eigenständige Jugendpolitik im Anwendungsfeld

Am 3. Mai 2012 fand das erste Fachforum im Anwendungsfeld zu Fragen der Übergangsgestaltung von Schule in Ausbildung statt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Am 5. März 2013 fand in Frankfurt am Main ein Fachforum darüber statt, wie die Ausbildung und der Übergang in den Arbeitsmarkt gelingen können. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Zentrum hat darüber hinaus eine Expertise in Auftrag gegeben. Prof. Dr. Martin Baethge und Markus Wieck des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen haben den 4. Bildungsbericht aus der Perspektive des jugendpolitischen Anwendungsfeldes „Übergangsgestaltung von der Schule in die Arbeitswelt“ analysiert. Sie finden die Expertise hier.

Eine weitere Expertise zum Themenfeld "Übergangsgestaltung", mit der das Zentrum Eigenständige Jugendpolitik das Deutsche Jugendinstitut beauftragt hat, beschreibt die Rolle von Peers, neuen Medien und Online-Communitys bei der Berufsorientierung. Die Expertise von Sarah Beierle finden Sie hier.

Eine Expertengruppe des Zentrums hat Empfehlungen erarbeitet. Die Empfehlungen „Gelingende Übergänge im Jugendalter: Unterstützen – Befähigen – Beteiligen – Begleiten“ stellen die Vorbereitung auf den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt, die Schritte beim Übergang selbst sowie faire Bedingungen in der Ausbildungs- und Arbeitswelt in den Mittelpunkt. Die Expertinnen und Experten sind sich darüber einig, dass perspektivisch alle für das Übergangsgeschehen relevanten gesellschaftlichen Gruppen und Akteure (vor allem Jugendliche, Eltern, Schule, Jugendhilfe, Zivilgesellschaft, Wirtschaft,
Medien, Wissenschaft) zusammenwirken müssen. Nur durch Vernetzung und ressortübergreifendes Handeln aller Akteure können die notwendigen Rahmenbedingungen und institutionellen Angebote geschaffen werden. Jugend stärker und vor allem als Ganzes in den Blick zu nehmen, bedeutet keine Beschränkung auf Teilgruppen. Spezifische Bedürfnisse machen es aber aus Sicht der Expertinnen und Experten nach wie vor erforderlich, auch zielgruppenorientierte Politikstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Die Empfehlungen finden Sie hier.

Am 18. Februar 2014 fand das dritte Fachforum zum Anwendungsfeld mit dem Thema „Unterstützen. Befähigen. Beteiligen. Begleiten. Junge Menschen in Übergängen” statt. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Link zu www.jugendgerecht.de

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